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Chronik

 

Der heutige Verband der Freiwilligen Feuerwehren des Wolfhager Landes wurde im Jahr 1930 unter dem Namen "Verband der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Wolfhagen" gegründet. (Das Protokoll der Gründungsversammlung ist durch nicht mehr zu klärende Umstände bzw. Kriegswirren verloren gegangen, so dass der genaue Gründungstag nicht genannt werden kann.) Einer Niederschrift zur Folge über eine am 27.01.1931 erfolgte Vorstandsitzung wurde der erste Kreisfeuerwehrverbandstag vermutlich im August 1930 in Naumburg abgehalten. Am 02.08.1931 wurde in Volkmarsen ein neuer Vorstand gewählt, der u. A. durch die Mitgliedswehren beschloss den Kreisfeuerwehrverbandstag jährlich und vor Beginn der Erntezeit abzuhalten.

Dem Verband gehörten zu dieser Zeit 11 Freiwillige- und 36 Pflichtfeuerwehren an. Unterstützt durch das neue Feuerlöschgesetz vom 14.12.1933 erfolgte ein völliger Neuaufbau des Feuerlöschwesens. Die Feuerwehren hatten öffentlichen Charakter bekommen und man sprach von Berufs-, Freiwilligen- und Pflichtfeuerwehren. Schon bald bestand in jedem Ortspolizeibezirk eine Freiwillige Feuerwehr.

Im Jahr 1934 trafen sich zum Verbandstag 36 Wehren mit 1 400 Mitgliedern. Die politischen Verhältnisse in der Zeit bis 1945 blieben nicht ohne Auswirkungen auf die Arbeit der Wehren und des Verbandes. Die überörtlichen Feuerwehrbände wurden zur Passivität verurteilt und sind am 11.07.1936 der restlichen Auflösung verfallen.

Nach dem Zusammenbruch 1945 wurde das Feuerlöschwesen in unserem Verband nach demokratischen Grundsätzen wieder langsam belebt. Zu Beginn des Jahres 1951 wurde wieder ein neuer Vorstand mit der Führung des Kreisverbandes betraut. Nach den schweren Kriegsjahren ging es wieder vorwärts. Als wesentlicher Erfolg konnte festgestellt werden, dass der gesamte Kreis Wolfhagen mit Motorspritzen ausgerüstet wurde. Diese Tatsache konnte der Kreis Wolfhagen als erster Kreis in Hessen vermelden

In 1962 wurde an die Spitze des Verbandes August Finis gewählt. Der beginnende wirtschaftliche und soziale Aufschwung begünstigte nun auch im verstärkten Maße die Fortentwicklung des Feuerlöschwesens. 1966 wurde in Wolfhagen die erste Jugendfeuerwehr unseres Verbandes gegründet, der weitere Gründungen folgten, so dass im Jahr 1970 bereits 10 Jugendfeuerwehren gemeldet waren. Durch die Gebietsreform in 1972 wurde der Verband als einer von 3 selbständigen Verbänden im heutigen Landkreis Kassel umbenannt in den "Verband der Freiwilligen Feuerwehren des Wolfhager Landes". Zwei Feuerwehren gingen dem Verband nach der Gebietsreform verloren: Ehringen (zu Volkmarsen, Waldeck-Frankenberg) und Martinhagen (zu Schauenburg; Kassel - Land)

Die personelle Situation der Wehren hatte zur Folge, dass sich die Aufgaben des Feuerwehrverbandes in den 70er Jahren auf Ausbildungsmaßnahmen und Förderungen der Einsatztätigkeiten, sowie die Gründung weiterer Jugendfeuerwehren konzentrierten.

Ab 1980 wurde der Verband von Georg Tripp als 1. Vorsitzenden und Kreisbrandmeister geführt. In dieser Zeit wurde besonders die Beschaffung von hydr. Rettungsgeräten bei technischen Hilfeleistungen, Fahrzeugen und der Bau von Feuerwehrhäusern unterstützt und forciert. Die Ausbildung der Wehren wurde dem neuesten technischen Stand der Zeit angeglichen und besonders unterstützt. Die Feuerwehrvereine, die sich Ende der 70er, Anfang der 80er-Jahre neben den gemeindlichen Einrichtungen "Feuerwehren" gründeten, wurden in den Verband integriert und garantieren noch heute, auch durch finanzielle Unterstützung, den Fortbestand der Freiwilligen Feuerwehren.

Seit dem Jahr 2000 amtiert ein neuer Vorstand unter Leitung des 1. Vorsitzenden Lothar Grebe. Auf der Grundlage der vorangegangenen guten Verbandsarbeit werden heute neben der Ausbildungstätigkeit des Landkreises Kassel und der Landesfeuerwehrschule in Kassel Seminare und Fortbildungsmaßnahmen für Führungskräfte der aktiven Feuerwehren und spezielle für Vereinsvorsitzende vom Kreisverband durchgeführt und finanziert.

Unserem Verband gehören heute 29 Freiwillige Feuerwehren mit insgesamt 5.500 Vereinsmitgliedern an, wovon 850 aktiven Feuerwehrdienst verrichten. Die Kreisjugendfeuerwehr mit 26 Jugendfeuerwehren ist dem Verband als Unterorganisation angeschlossen.

Die seit 1930 alljährlich stattfindenden Verbandstage dienen insbesondere der Öffentlichkeitsarbeit, um den Bürgerinnen und Bürgern den Leistungs- und Ausbildungsstand, Ausrüstung und Fahrzeugtechnik, sowie Informationen Rund um die Feuerwehr vorzustellen. Er dient aber auch zur Motivation und Kameradschaftspflege der Feuerwehrkameradinnen und –kameraden für ihre alltägliche, ehrenamtliche Tätigkeit, die nicht hoch genug zu bewerten ist.

Nachfolgend die Ehrenmitglieder des Verbandes:

   
 
Ehrenvorsitzender:  Lothar Grebe (Oberelsungen)
Ehrenmitglied:  Walter Bernhardt (Bad Emstal)
Ehrenmitglied:  Heinrich Büchling (Ehlen)
Ehrenmitglied:  Friedhelm Döring (Breuna)
Ehrenmitglied:  Herbert Müller (Zierenberg)